Die digitale Zukunft Allgäu-Oberschwaben

4 Vorwort von Christian Klose Nehmen Sie das Ruder in Richtung digitale Zukunftsfähigkeit selbst in die Hand Liebe Leserinnen, liebe Leser, alles, was digitalisiert werden kann, wird früher oder später digitalisiert. Wenn man sich diese Erkenntnis vor Augen führt, dann wird schnell klar, dass es in naher Zukunft kaum eine Branche, kaum eine Geschäftsidee geben wird, die nicht auch zumindest eine digitale Komponente ge- hört. Nicht alles muss gleich disruptiv von klugen digitalen Köpfen angegriffen wer- den. Aber die Gefahr, dass ein lang eta- bliertes Geschäftsmodell von heute auf morgen obsolet wird beziehungsweise in anderer, digitaler Form besser, schneller und innovativer funktioniert, ist groß. Wie schnell und massiv so etwas – fast von heute auf morgen – gehen kann, zeigt in diesen Wochen die Corona-Pandemie. Die analoge, physische Welt steht nahezu still. Plötzlich sind digitale Lösungen nicht nur cool, sondern eine absolute Notwendigkeit, eine willkommene und – in Social-Dis- tancing-Tagen – funktionierende Lösung. Die analoge Welt wird uns – gerade nach der Corona-Krise – weiterhin wichtig blei- ben. Doch die digitale Transformation wird dadurch sicher noch gepusht wer- den. Virtuelle Messen, Videokonferenzen, auch um das Klima zu schützen, oder andere intelligente Ideen werden für uns nun erst recht zum Alltag werden. Stefan Luppold, Professor an der DHBW in Ra- vensburg, sagt im Interview mit uns, Co- rona müsse für uns alle ein Weckruf sein. Da hat er absolut recht! Die digitale Transformation oder – im drastischsten Fall – die digitale Neuerfin- dung eines bestehenden Geschäftsmo- dells betrifft also alle. Auf Produktseite, vor allem aber auf Konsumenten-Seite. Denn das Internet hat nicht nur viele neue Geschäftsideen und unterhaltsame Apps herausgebracht, sondern hat vor allem nachhaltig das Konsumverhalten und die Ansprüche der Menschen verändert. Ein für alle Mal. Jeder muss sich bewusst sein, dass das, was früher zählte und ver- lässlich angesagt war, heute schon nicht mehr gilt. Jedes Unternehmen, jede Branche muss konsequent auf die verschiedenen Ziel- gruppen eingehen. Und die ticken nunmal unterschiedlich, sind nur über bestimmte Kanäle zu erreichen und wollen bei allem – je nach ihrem (digitalen) Kosmos – au- thentisch in ihrer „Sprache“ angespro- chen werden. Das macht es so schwierig, bestehende und künftige Kunden in der Ansprache und bei den Produktanforde- rungen entsprechend zu erreichen. Keine Angst vor digitalem Wandel Dennoch muss man vor dem digitalen Wandel keine Angst und schon gar keine Panik haben. Oft sind digitale Geschäfts- modelle Teil der Diversifikation oder der Produktkonvergenz. Und die digitale Tech- nik steht im Prinzip jedem zur Verfügung. Genauso wie das digitale Know-how. Man kann sich fortbilden, hat kompetente Part- ner wie das Digitale Zukunftszentrum an seiner Seite. Wer allerdings die digitalen Möglichkeiten und Chancen konsequent ignoriert, der ist definitiv auf dem falschen Dampfer. Apropos: Die Dampfschiffe wa- „Die digitale Transformation oder – im drastischsten Fall – die digitale Neuerfindung eines bestehenden Geschäftsmodells betrifft also alle.“ Christian Klose

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